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Wir fördern erneuerbare Energien in Kassel
Wir wollen Zukunftstechnologie und Innovation in Kassel fördern! Denn es stellt sich heute klar heraus: Die Förderung erneuerbarer Energien bietet eine Chance,
Umweltschutz mit der Schaffung von Arbeitsplätzen zu verbinden. Die Solar- stromtechnologie wird in Zukunft eine Schlüsselrolle beim Umwelt- und Klimaschutz einnehmen.Was bedeutet das für Kassel?
Wir haben in Kassel international bekannte Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, wie z. B. das ISET (Institut für Solare Energieversorgungstechnik e. V.). Wir haben im Raum Kassel einige weltweit
führende Technologiefirmen der Energie-Systemtechnik, wie z. B. SMA Regelsysteme GmbH, Marktführer bei Wechselrichter von Photovoltaikanlagen. Jedes Jahr treffen sich Experten aus Forschung, Industrie und
Energiewirtschaft auf einem Symposium Energie - Systemtechnik -Erneuerbare Energien und Rationale Energieverwendung - aber all das kann nicht zu einer Identifikation mit der Stadt Kassel führen, wenn wir
nicht selbst erneuerbare Energien fördert. Es geht also auch um ein Standortmarketing, eine Positionierung der Stadt mit den vielseitigen Aktivitäten des ISET und der Universität zu
einem wichtigen internationalen Zentrum der Solarforschung. Förderkonzept Erneuerbare Energien in Kassel Chronologie:
- 16. März 1998: Beschluss des Stadtverordnetenversammlung zur Bildung einer Arbeitsgruppe mit der Aufgabe, ein Konzept zur Förderung von regenerativer Energie vorzulegen
- 22 Juni 1998: Magistrat beauftragt Städtische Werke AG mit der Leitung einer Arbeitsgruppe, die ein Förderkonzept für erneuerbare Energie erarbeiten soll
- 22.April 1999: Verabschiedung von Empfehlungen der Arbeitsgruppe zur Förderung der erneuerbaren Energien
- 27.September 1999: Der Antrag der Stadtverordnetenfraktion der SPD zur Förderung der erneuerbaren Energie in Kassel wird in der Stadtverordnetenversammlung einstimmig angenommen
- Am 12. September 2005 beschließt die Stadtverordnetenversammlung einen Antrag der SPD-Fraktion “Zukunftskonzept erneuerebare Energien”. Seitdem wird dieses Konzept mit Unterstützung des
Oberbürgermeisters Bertram Hilgen konsequent umgesetzt.
- 2010: Auf Antrag der SPD wird der Solardachfinder eingerichtet. In der Solardachflächenbörse können geeignete Dachflächen angeboten oder gesucht werden.
- 17.09.2010: Antrag der SPD “Auf dem Weg zur 100 % Erneuerebare Energie Region”. Gemeinsam mit den Städtischen Werken, mit Unterstützung des deENet, der Universität und der Stadtwerke Union
Nordhessen (SUN) soll der Magistrat ein Gesamt - Energiekonzept und eine Umsetzungsstrategie entwickeln mit dem Ziel, die Energieversorgung in der Region mittel- bis langfristig zu 100 % aus
erneuerbaren Energien zu bestreiten.
Entscheidende Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung zu Erneuerbaren Energien auf Initiative der SPD-Fraktion: Beschluss vom 29.September 1999:
1. Die Stadtverordnetenversammlung fordert den Magistrat der Stadt Kassel auf, dass in Zusammenarbeit mit der Städtischen
Werke AG das Konzept zur Förderung von erneuerbaren Energien umgesetzt wird. Insbesondere soll bis zum Jahre 2005 angestrebt werden,
- den Anteil des regenerativen Stromes am gesamten Stromabsatzes von 0,8 % in 1998 auf 3 % zu erhöhen und
- den Anteil an installierten Photovoltaik-Kapazitäten von heute 0,4 Watt pro Einwohner auf 2 Watt pro Einwohner anzuheben.
2. Zur Erreichung dieser Ziele sollen folgende Eckpunkte des vorgeschlagenen Konzeptes umgesetzt werden:
a) Vermarktung eines lokalen, zertifizierten Energiemix aus erneuerbaren Energien in Kassel, dessen Zielsetzung darin besteht,
erwirtschaftete Überschüsse für den kontinuierlichen Aufbau von Anlagen zur Nutzung der Wasserkraft, Biomasse, Windenergie oder Solarenergie zu verwenden
b) Gründung einer Bürgerbeteiligungsgesellschaft durch die Städtischen Werke AG, deren Aufgabe darin bestehen soll, die oben
genannten Anlagen zu realisieren. Damit sollen Anlagemöglichkeiten in attraktive Projekte für Kassel und die Region geschaffen werden.
3. Das Konzept zur Förderung Erneuerbarer Energien in Kassel wird als eines der Agenda 21-Projekte empfohlen und in der Öffentlichkeit vorgestellt.
Beschluss vom 12.09.2005:
Zukunftskonzept erneuerbare Energien – ein Gewinn für Kassel und die Region
(Beschluss Nr. 1588 vom 12. 09.2005)Der Magistrat der Stadt Kassel wird aufgefordert, alle Aktivitäten auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien der
Stadtverwaltung, der städtischen Eigenbetriebe und der städtischen Unternehmen zu bündeln mit dem Ziel, bisherige Erfolge
nach außen zu dokumentieren und zukünftig eine gemeinsame Strategie zur Erhöhung des Anteils erneuerbare Energien abzustimmen und voranzutreiben. Dazu gehören folgende Maßnahmen:
1. Alle Dachflächen im Besitz der Stadt Kasel, der städtischen Eigenbetriebe und der städtischen Unternehmen werden erfasst und auf die Nutzung für Photovoltaik und Solarthermie bewertet. 2. Für die nächsten sechs Jahre wird ein gemeinsam abgestimmtes Ziel formuliert, wie viel kWp Anlagenleistung durch
Zubau von Photovoltaikanlagen pro Jahr hinzukommen. Dazu ist ein entsprechender Investitionsplan zu erstellen.
3. Investitionen im Bereich erneuerbare Energien sollen Arbeitsplätze in Kassel und in der Region sichern und schaffen.
Deshalb ist sicherzustellen, dass die Anlagen möglichst von Handwerksbetrieben und Unternehmen aus Kassel und aus der Region erstellt werden.
4. Es wird geprüft, welche städtische Gesellschaft (z. B. GWG oder Städtische Werke AG) als Projektbetreiberin
fungiert und die Koordinatation für die Aktivitäten auf dem Gebiet erneuerbarer Energien übernimmt, oder ob eine eigene Gesellschaft dafür gegründet wird.
5. Für die Finanzierung der Anlagen wird ein Konzept erarbeitet, dass die Möglichkeit bietet, Bürgerinnen und Bürger an
der Finanzierung über Darlehen zu beteiligen. Erfahrungen der Städte Butzbach („Butzbacher Modell“) und Marburg
(GeWoBau Marburg GmbH) sollen berücksichtigt werden. Ziel soll sein, Kapital für Umweltinvestitionen aus der Region
in der Region zu binden. Alle Fördermöglichkeiten und das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sollen genutzt werden.
6. Die gemeinsamen Projekte sollen in enger Zusammenarbeit auch mit Nachbargemeinden der Stadt Kassel geplant und durchgeführt werden.
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