Die erste urkundliche Erwähnung Bettenhausens erfolgte am 31.08.1145. Damals war von Bethenhusun die Rede. Aus dem Jahre 1246 wissen wir von der Erwähnung der “Lotzmane”, der
heutigen Losse. Der Name enthält das keltische Wort aman = Fluss und geht auf die keltischen Ureinwohner dieses Gebietes, die im 4.Jhd v.Chr. durch die von Osten her einwandernden Catten verdrängt wurden. Um das
Jahr 1300 zählte das Dorf Bettenhausen etwa 150 Einwohner.Am 29.08.1318 berichten uns die Annalen von einem Gotteshaus. Um 1356 ist auch der Ringhof schriftlich festgehalten. Die Bezeichnung entstammt
aus dem lateinischen Wort Regina-Hof, zu deutsch Königinhof; so genannt nach seiner Besitzerin, Königin Adelheid von Polen, die eine Tochter des hessischen Landgrafen Heinrich II. war.
Im 15. Jhd. ist erstmals von Mühlen die Rede: 1410 sprach man von der Herwigsmühle, die auch als Drahtmühle oder
Faustmühle vorkommt. 1458 wird die Lohmühle bekannt, die vermutlich identisch mit der 1748 erwähnten Walkenmühle über dem Dorfe ist, welche im Eigentum der Kasseler Wollentuchmacher stand.
Zu Beginn des 16. Jhd. wird uns von einer Papiermühle berichtet. Im Jahre 1560 erfolgte die Errichtung einer Messinghütte in der Faustmühle, auf der Stätte des heutigen
Messinghofes, der 1679 vom Landgraf Carl errichtet wurde. Hier im Messinghof kam der Herkules, das Wahrzeichen der Stadt Kassel “unter den Hammer” und wurde das Material zur
Herkulesstatue bearbeitet. Auch für die landgräfliche Rüstung war der Messinghof ein bedeutender Faktor. Knöpfe und Beschläge der Ausrüstung und Waffen standen ebenso im
Lieferprogramm wie Säbel- und Degengriffe oder Koppelschlösser.
Bis zum Jahr 1758 hat sich die Einwohnerschaft von Bettenhausen auf 497 Köpfe vermehrt. 1825 zählt man dann 881
Einwohner und 107 Wohnhäuser und schon 1840 hat sich die Einwohnerzahl auf 1062 erhöht. Ein Postamt wird 1877 eröffnet,
bald kann man per Bahn nach Waldkappeln und Kassel reisen. Schon leuchten den Bettenhäusern Petroleumlampen heim und 1895 stellt man auf Gaslampen um, für mittlerweile 2264 Einwohner.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert kann es zu einer intensiven Erweiterung des Dorfes, insbesondere hervorgerufen durch erste industrielle Ansiedlungen (z. B. Fa. Salzmann & Co. auf dem Gelände des Agathofs).
Am 1.4.1906, mittlerweile ein